Tschüß EyeEM. Hallo 500px!


EyeEM ist als deutsche Fotoplattform mit internationalem Flair gestartet. Neben der Community gibt es dort auch die Möglichkeit, Fotos zu verkaufen. Hierzu werden diese redaktionell geprüft und dann in das Archiv von Getty Images – einer der größten Fotodatenbanken – eingepflegt. So weit hört sich das schon mal gut an. Wer wie ich viele Lost Places oder Architektur fotografiert, wird mit EyeEM aber nicht glücklich werden. Für jedes Foto, wo auch nur der Anschein einer Person, eines Kunstwerkes oder eines Gebäudes sichtbar ist, bestehen die Redakteure auf ein entsprechendes Release, also einen unterschriebenen Vertrag, aus dem die Nutzungsrechte abgeleitet werden. Dumm nur, dass in Deutschland wie auch in anderen Ländern für das Abbilden von z.B. Hausfassaden in aller Regel gar kein Release benötigt wird, da hier die sogenannte Panoramafreiheit gilt. Noch dümmer, dass bei EyeEM in Berlin das keiner kapieren möchte, trotz diverser eMails. Nachdem das Projekt „EyeEM-Account“ bei mir die letzten Monate nur so vor sich hin gedümpelt ist während Flickr durch die Decke ging, habe ich gerade einen Schlußstrich darunter gezogen und den Account gelöscht. Beim letzten Login ist mir dann noch aufgefallen, dass das Passwort bei EyeEM im Klartext per URL-Parameter weitergegeben wird. Das hat mich in meinem Entschluß nochmals bestärkt, dem deutschen Startup mit dem guten Willen (mehr leider aber auch nicht) den Rücken zu zu wenden.

Da ich aber neben Flickr noch eine weitere Social Media Plattform haben möchte, fiel die Wahl auf 500px. Auch hier gibt es die Möglichkeit, meine Fotos käuflich zu erwerben. Das soll aber nicht im Vordergrund stehen und ich gebe mich auch nicht der Illusion hin, damit reich zu werden. Für mich haben diese Social Media Plattformen zwei Zwecke: Zum einen möchte ich ein Feedback zu meinen Fotos erhalten. Was kommt gut an, was weniger. Daraus möchte ich dann nach Möglichkeit auch meine Schlüsse ziehen: Ich muss mich verbessern oder das Publikum ist nicht kompatibel zu meinem Fotostil. Oder aber wie im Fall Flickr: Ich hab da wohl in letzter Zeit einiges richtig gemacht, sonst hätte ich nicht innerhalb von 4 Wochen mehrere Bilder von je 0 auf über 50 Favoriten und 1.500 Views bekommen. Zum anderen möchte ich aber auch ganz allgemein beim Thema SoMe am Ball bleiben, da ich dies immer mal wieder beruflich brauche. Und das ist es natürlich ganz praktisch, wenn man nicht nur den Umgang mit Facebook und Foren kennt. All zu viel ist auf meinem neuen 500px Account noch nicht zu sehen. Ich möchte mich erst mal mit der Plattform bekannt machen, bevor ich schon zu Beginn alle Munition verballere.

Weitere Fotoplattformen, die ich in dem Zuge noch ausprobiere bzw. ausprobiert habe:

1x – gesehen, gelacht, gelöscht. Sorry, ich bezahle kein Geld dafür, dass ich überhaupt Fotos in eine Fotoplattform einstellen darf. Auch wenn hinterher Verkäufe möglich sind, ist 1x doch zu klein und unbekannt, um hier in Vorleistung zu gehen.

Yourshot by National Geographic. Hier werden hauptsächlich „Bilder der Welt“, also Reisen, Städte etc. vorgestellt. Passt, Urbex und Architektur sind da auch irgendwie zu hause.

Foto Community – In der guten alten FC steht eher der Austausch zwischen den Nutzern im Vordergrund. Das ist aber nicht das, was ich suche. Hierfür bin ich im DSLR-Forum und bei den Pentaxians angemeldet. Dazu gibt es noch genügend Facebook-Gruppen.

Snapwi.re ist ein Sonderfall. Hier geht es weniger um die Aspekte der User. Die sind technisch zwar auch vorhanden, werden aber nicht so stark genutzt. Dafür gibt es diverse Challanges. Also vorgegebene Ziele, welche fotografisch erreicht werden müssen. Und für das Erreichen gibt es auch Preise. Vorausgesetzt natürlich, man stimmt der kommerziellen Verwendung der eigenen Fotos vorab zu.

 

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