Urbex

Urban Exploration – kurz Urbex – ist keine alltägliche Fotografie. Motive sind Orte, die dem einfachen Betrachter verborgen bleiben oder nicht „einfach so“ erreicht werden können. Diese Plätze werden auch „Lost Places“ genannt – verlorene Orte. Verloren deshalb, weil es keine Hoffnung mehr für sie gibt, weil sie in Vergessenheit geraten sind oder beides. Die Regeln sind einfach: „Take pictures, leave footprints„, was soviel bedeutet wie nur Fotografieren, aber außer den Fotos nichts mitnehmen oder gar zerstören.

Das kann passieren, wenn sich die Investoren nicht einige werden: Auch ein Schwimmbad wird dann mal geschlossen. Wobei so richtig geschlossen war es ja nicht, sonst wären wir nicht drinnen gewesen ;)

Nur durch Zufall entdeckten wir diesen märchenhaften Turm. Dieser ist nicht "lost" im klassischen Sinne, er steht aber auf einem Privatgrundstück und ist nicht öffentlich zugänglich. Von außen sind deutliche Spuren des Verfalls zu sehen. Wir hatten nochmals Glück und durften ganz offiziell unsere Kameras zücken. Im Inneren entpuppte sich dieser Turm als kleines Juwel.

Als hier noch das glühende Metall floß, war dies sicherlich einer der größeren Arbeitgeber des Ortes. Heute ist es nur noch ein Nachtlager für Obdachlose und ein Ort für Vandalen. Morgen wird es schon bald gar nichts mehr sein, denn der Abriss steht bevor.

... oder was noch davon übrig ist. Sehr viel Vandalismus und leere Räume lassen nur noch ahnen, dass es sich bei den Gebäuden einmal um eine bekannte Lungenheilanstalt, eine Schule, ein großes Wohnhaus und eine Wirtschaft gehandelt hat.

Ein Revisit, bei dem ich stark auf Details gegangen bin. Es hat sich gelohnt!

Immer wieder einen Besuch wert. Leider sind aufgrund von Diebställen nicht mehr alle Räume zugänglich.

Was sonst keinen Platz findet.

Leider total abgebrannt. Einige Details konnten wir noch fotografisch retten, aber nur wegen der Villa alleine lohnt sich die Anfahrt nicht mehr.

aka "Powerplant Cyclonkessel"

Kurz nachdem einige Vandalen die schönen Oberlichter eingeschmissen und den Schutt liegen lassen haben, waren wir zu Besuch. Sehr traurig auch die Graffiti. Und dennoch bleibt es eine Perle!

Der Name ist hier Programm und Atemschutzmaske ist Pflicht!

Was muß, das muß. Hier mal ein paar andere Perspektiven.

Auch "Infiltration", also das Besuchen von aktiv genutzten Gebäude gehört mit zu Urbex dazu. Keine Angst, es handelt sich um ein offen stehendes Gebäude und die Privatsphäre der Menschen dort wurde gewahrt! Gewisse Grenzen dürfen auch für das beste Foto nicht überschritten werden.

Eigentlich ein schönes Schloß. Wären da nicht die freilaufenden Hunde auf dem Gelände. Aus diesem Grund nur zwei Fotos von außen.

Ein kleiner Lost Place, irgendwo in Frankreich. Viel gibt es leider nicht zu sehen, aber einige feine Details machen ihn dennoch sehenswert. Das Haus hat den Namen aufgrund des Autos in der Garage, durch die wir das Gebäude auch betreten haben. Ein unschönes Graffito mit einer Swastika ziert das Wohnzimmer. Ich habe mich deshalb entschieden, diesen Teil des Raums gleich gar nicht zu fotografieren.

Eine ehemalige Klinik in Frankreich. Wie üblich haben wir viel Wandalismus angetroffen. Dazwischen aber gab es zur Überraschung auch schönen Verfall, Treppen und einen Dachboden mit interessantem Licht zu sehen.

Das verlassene Wohnhaus hat den Namen wohl wegen dem Portrait, welches im Obergeschoss wohnt. Neben einer Schneeeule habe ich dort auch 2 Fledermäuse als Bewohner vorgefunden. Keine high-class Location, aber ein kleiner, feiner Lost Place mit Charme.

Ein Chateau in Frankreich, das noch verhältnismäßig gut da steht. Vielleicht liegt dies auch an der abgeschiedenen Lage mitten im Nirgendwo, dass hier noch keine Vandalen am Werk waren.

Das Pensional liegt am Rande einer malerischen Landschaft. Leider ist sehr viel Vandalismus hier zu sehen. Dennoch gibt es hier noch vereinzelt schöne Motive zu finden.

Eine verlassene Zeche mit einem markanten Turm im Außengelände.

Ein paar abgestellte Militärflugzeuge auf einem nicht mehr genutzten Teil eines Flughafens irgendwo in Frankreich

Um ihre Autos von den anrückenden deutschen Wehrmachtstruppen zu schützen, haben die Bewohner der Region ihre PKW in einem unterirdischen Stollen versteckt. Nach dem Krieg wurder der Stollen jahrzehntelang nicht beachtet und geriet in Vergessenheit - bis jetzt.

Das alte Kesselhaus eines Industriekomplexes aus dem 19. Jahrhundert. Eines der wenigen noch erhaltenen Gebäude auf dem Areal.

Warum nur ein Haus fotografieren, wenn ich ein ganzes Dorf haben kann?

Revisit in 2016-11. Dank des Abbruchs kamen wir nun auch endlich ins bisher gesicherte Innere. Inzwischen ist die Fabrik abgerissen.

Das "Haus der Statistik" gehörte zur Stasi der DDR. Heute steht der Sachbau aus Beton mit einem riesigen "Stop Wars" Graffito nördlich vom Alex leer. Leider aber nicht ganz so leer, wie wir es uns wünschten. Vor Ort wurden wir davor gewarnt, dass das Gebäude gerne von Junkies und Dealern genutzt wird.

Ein wunderschöner Leerstand, der aber inzwischen einen Investor gefunden hat. Schlecht für uns Urbexer, aber gut, dass so ein Schmuckstück erhalten bleibt.

Eine alte Kohlemine, welche im 19. Jahrhundert noch als Backsteinbau ausgeführt wurde. Dies dürften mit die letzten Fotos von dieser Location sein, denn die Abrissbagger rücken unaufhaltsam näher.

Ein Brand und weg ist die Villa! All zu lange ist dies noch nicht her, vor einem Jahr war dieser Ort noch bewohnt. Vandalismus ist noch gar keiner zu sehen - klar, liegt sie doch in einem gut betuchten Viertel des Ortes, wo regelmäßig die Polizei patrolliert.

Ein leerstehendes Wohnhaus, in dem aber noch alle Möbel da sind und mehr Verfall herrscht denn Vandalen waren.

Eine kleine Ansammlung von Oldtimern, welche wir zufällig gefunden haben.

Ein AKW, ein Hafen, eine Windmühle, ein fast verlassenes Dorf: Doel bei Antwerpen. Hier findet sich viel Street-Art, aber auch viel Vandalismus. Wer spannende Lost Place Fotos machen möchte, ist aber fehl am Platze.

Ist das überhaupt noch ein Lost Place? Auf jeden Fall eine der am besten erhaltenen Locations, die ich je besichtigen durfte, voll Stolz und Dekadenz.

Auch hier gibt es keine Innenaufnahmen. Diesmal aus reinem Selbsterhaltungstrieb. Das Chateau ist innen und teilweise auch außen schon zusammengefallen. Treppen hängen noch senkrecht am letzten Zipfel, Dächer sind eingestürzt.

Leider blieb uns hier der Zutritt verwehrt. Dennoch ein imposantes Gebäude!

Eines der ehemals größten Kraftwerke Belgiens befindet sich nun im Abriss. Die Dimensionen hier sind atemberaubend, es ist alles "ein bißchen größer".

Tatü-Tata. Das Gebäude war so gerockt, dass ich mir nicht mehr die Mühe gemacht habe, mehr als den hinteren Teil zu begehen. Immerhin steht das berühmte Feuerwehrfahrzeug noch da.

Von außen sehr prächtig, innen sehr sachlich. Aber immerhin einer der wenigen Lost Places, an dem ich abstrakte und minimale Aufnahmen machen konnte.

Einfach im Vorbeifahren gesehen und mitgenommen - irgendwo in Belgien.

Garage + Auto = Lost Place? Jep, geht!

Chateau des Lettres - ein trostloser, deprimierender Ort. Von außen hui, von innen Opfer sinnloser Gewalt.

Leider an dem Tag nur von außen machbar gewesen.

Spät, fast schon zu spät. Die Möbel waren leider schon alle weg, weshalb es fotografisch nicht viel zu holen gab.

Ein vergessener Friedhof, auf dem die ehemaligen Insassen einer psychiatrischen Klinik beerdigt wurden.

Ein aufgegebenes Kloster, welches zum Glück vom Vandalismus verschont blieb. Hohe Spitzbögen, vollständig erhaltene Orgel und Altar sowie ein interessanter Glockenturm zeichnen diesen Ort aus.

Ein im barocken Stil (wiederaufge-)bautes Kloster irgendwo in Deutschland. Leider ist schon sehr viel beschädigt, ein paar schöne Ecken gibt es aber noch.

Ein verfallenes Schwimmbad mit einigen architektonisch interessanten Ecken.

Einer der älteren Urbex-Spots. Leider schon komplett gerockt. Wir konnten aber kurz mit dem freundlichen Besitzer sprechen. Dieser fängt zur Zeit mit der Renovierung an.

Ein Urbex-Urgestein! Leider schon ziemlich durch, aber dennoch kann man seine Strahlkraft und den Luxus immer noch fühlen, wenn man den Triebwagen sieht.

Ein stillgelegter Kühlturm eines der ehemals größten Kraftwerke in ganz Belgien. Wir haben ihn nicht nur wie üblich von innen, sondern auch von unten besichtigt.

Ein leerstehender Gasometer nicht unweit des IM Cooling Towers

Man munkelt, dass diese alte Sternenwarte als Vorlage für den "Planet Express" in der Comic-Serie "Futurama" gedient hat. Auf jeden Fall ein schickes historisches Gebäude. Hiervon gibt es aktuell nur Außenaufnahmen weil ist so.

Noch nie habe ich soviel Taubensch...e an einem Ort gesehen. Aber ok, ich bin auch noch nie direkt neben der Polizeitwache in einen Lost Place rein, warum nicht gleich zwei neue Dinge auf einmal.

Die berühmten "UFO-Gewächshäuser". Außer Moos wächst da aber heute nichts mehr. Dennoch ein einmaliger Anblick!

Warum steht da ein Flugzeug bei mir im Vorgarten?

Ein verlassener Bauernhof in Belgien. Wäre nicht der dicke Staub, könnte man jederzeit damit rechnen, die Besitzer zu treffen. Kein Vandalismus, keine Graffiti!

Eine verlassene Steinmine. Wir sind etwa 500m weit und 80m tief hinein, um bis zur Lore zu gelangen. Und jeder Meter hat sich gelohnt!

Eine stillgelegte Anlage aus den 1960ern in Belgien. Wir sind extra erst zum Sonnenuntergang hin, um eine wundervolle Stimmung einzufangen und für Urbex-Verhältnisse außergewöhnlich hübsche Fotos zu machen.

Ein altes Wasserwerk, das zugleich auch in die Geschichte der Architektur einging. Wir konnten es als einige der Letzten in diesem Zustand vor dem Umbau besichtigen.

Auch wenn von seiner ehemaligen Schönheit nicht mehr viel zu sehen ist - spüren kann man sie dennoch. Nur mit der kleinen Knipse gemacht, dafür meinen ersten "Plotbot Ken" entdeckt.

Einsturzgefahr! Selten so eine baulich gefährliche Location von innen gesehen.

Früher hatte sie eine eigene Postleitzahl. Heute sterben die Orte drum herum aus.

Verloren, verfallen, aber kein Vandalismus.

Ein Kleinod des Neobarock

Alt, auf dem Abstellgleis, aber nicht vergessen. Der "Afterhour Express" zeigt verschiedene Waggons aus vergangenen Zeiten. Viele davon sind älter als der Fotograf selbst.

Leider komplett durch, aber wenn ich schon mal da war ...

Gegründet 1882, geschlossen 1994. Von außen interessant, von innen komplett zerstört. Das Album hier zeigt die Urbex-Seite des Areals. Die Graffitis sind in einem separaten Album.

Eines der hässlichsten Gebäude in Berlin. Kein Wunder, dass es verlassen ist.

Eine verlassene Fabrik im Elsaß

Früher wurde hier Lehm zu Ziegeln gebrannt. Heute stehen die Öfen still. Genau diese friedliche Stille herrscht in der gesamten Anlage. Zeit für großes Licht und kleine Details.

DIe "Maxhütte" durfte ich kurz vor dem Abriss begehen. Wow, was für ein Zusammenspiel von Licht und Schatten, riesigen Maschinen, Staub und Schmutz!

Ein Haus, vier Stockwerke, drei komplett unterschiedliche Facetten. Lost Place im Keller, Graffiti / Street Art im Erd- und Obergeschoss, Raum und Licht im Dachspeicher.

Ein altes Luxushotel im Schwarzwald

Eine ehemalige Glashütte in der Rheinebene. Eigentlich schon seit Jahren stillgelegt. Aber dennoch brannte noch in einer Halle das Licht und auch Maschinen sind noch unter Strom. Die größte Überraschung gab es aber in dem dunklen Keller unter der Kantine.

Der inzwischen abgerissene alte Güterbahnhof Freiburg im Breisgau

Was das Feuer übrig lies. Eine Brandruine im Rheintal.

Lost Place im Hochschwarzwald

Ferienlager, Schule, Kindergarten. Die Katastrophe hat auch hier keinen Halt gemacht.

Chernobyl Nuclear Power Plant

Die Geisterstadt direkt neben dem AKW Tschernobyl. Hier lebten einst 50.000 Menschen. Heute holt sich die Natur die Stadt zurück.

Eindrücke aus dem Sperrgebiet 30 km um den haverierten Reaktor.